Samtgemeindefeuerwehr Hanstedt:
Einsatzzahlen 2007 gesunken.14.01.2008
Ein, mit stark gesunkenen Einsatzzahlen, Jahr 2007 liegt hinter den Feuerwehren der Samtgemeinde Hanstedt. Sind zwar die Anzahl der Einsätze in der Samtgemeinde Hanstedt herunter gegangen, so waren sie aber nicht minder schwer. Somit konnte der Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde Hanstedt Klaus Stöckmann nur teilweise eine positive Bilanz über das Jahr 2007 gegenüber dem Jahr 2006 ziehen.
So mußten die Feuerwehrfrauen und -männer in der Samtgemeinde Hanstedt zu insgesamt 279 Einsätzen ausrücken, die sich in 74 Brandeinsätze und 205 Hilfeleistungen aufteilten.
Dies sind 97 Einsätze weniger gegenüber dem Jahr 2006 mit 376 Einsätzen. Dieser Rückgang der Einsätze ist auf die weniger gefahrenen Unwetter- Einsätze zurück zu führen.
Die größten Einsätze waren der Brand des Dentallabors in Dierkshausen, Ortsteil Drumbergen, am 1.8.2007 sowie der Wohnhausbrand in Hanstedt am 5.10.2007, wobei die Einsatzkräfte einen Mann nur noch tot aus seinem Haus bergen konnten. Dazu kamen noch ein Wohnzimmerbrand in Brackel, eine brennende Giebelwand einer Feldscheune bei Marxen sowie ein Küchenbrand in Sudermühlen.
An weiteren Bränden mussten 18-mal PKW-, LKW- und Motorradbrände sowie 12- mal Heide-, Busch-, Gras- und Stoppelbrände bekämpft werden. Hinzu kamen noch ein Müllcontainer-, ein Schornsteinbrand, zwei blinde und Fehlalarme sowie 17 sonstige Einsätze bei den Bränden. An erhaltenen Werten kamen insgesamt über 6.689.000 Millionen Euro zusammen.
Bei den technischen Hilfeleistungen galt es, 20 Personen aus Fahrzeugen nach Verkehrsunfällen zu retten. Hier stellte Stöckmann fest, daß 19 Personen gerettet und leider auch eine Person nur noch tot aus seinem Fahrzeugen befreit werden konnte. Die Verkehrsunfälle auf dem Teilstück der A 7 zwischen Thieshope und Evendorf sowie auf den Landstraßen in der Samtgemeinde Hanstedt, wobei Personen befreit werden mussten, haben damit wieder zugenommen, stellte Stöckmann fest.
Die meisten Einsätze aber waren im vergangenen Jahr wieder wetterbedingt. So waren insgesamt 87 Einsätze, die mit Wasser auf Straßen, Plätzen und in Gebäuden sowie Bäume auf Straßen zu tun hatten. Hierbei alleine schon 32 Einsätze am 18.01.2007, als das Sturmtief Kyril über die Samtgemeinde fegte.
Ganz im Zeichen der Tierrettung stand das Jahr 2007. Denn ein Mal musste eine Katze aus einem Baum geholt, sechs ausgebrochene Kühe waren wieder einzufangen sowie ein vor der Kutsche zusammengebrochenes Pferd auf die Beine gestellt werden. Ein weiteres Mal mussten Pferde gesucht werden, die entlaufen und mit einem Auto zusammengestoßen waren. Auch ein in die Güllegrube gefallener Dackel rief die Feuerwehr auf den Plan. Dieser war in Wesel samt einer schweren Betonplatte in eine tiefe Güllegrube gestürzt. Einen Feuerwehrmann gelang es, das Tier unter schweren Atemschutz aus der stinkenden Brühe zu holen. Der Dackel konnte glücklicherweise nur leicht verletzt seinen Besitzern übergeben werden.
Eine große Anzahl stellt die Hilfe für andere Vereine dar, mit insgesamt 43 Mal. Des Weiteren wurden 16 Mal ausgelaufenes Öl und andere wassergefährdenen Stoffe mit Bindemittel aufgenommen.
Erfolgreich konnten auch zwei Personensuchen absolviert werden, wobei ein Mann schon nach 15 Minuten Suche, gefunden werden konnte. Dieser war seit 23 Stunden vermisst. Einsatzkräfte fanden ihn am Waldrand im hohen Gras, wo er die ganze Nacht über gelegen haben musste.
Die zweite Personsuche war zuerst für die Einsatzkräfte nicht sehr erfolgreich, weil die betreffende Person bis zum Abbruch der Suchaktion nicht gefunden werden konnte. Gerade als die betreffenden Wehren wieder einrückten, kam die erlösende Nachricht, daß der Mann wohlbehalten in einer Gastwirtschaft aufgefunden werden konnte.
Zum Personalbestand teilte Stöckmann mit, daß zurzeit mit 577 aktive Feuerwehrleute, wovon 57 Frauen sind, ein leichter Rückgang zu verzeichnen ist. Bei den Jugendlichen sind momentan 147 Jugendliche, davon 54 Mädchen, in den 15 Feuerwehren registriert. Dies ergibt eine Mitgliederzahl von insgesamt 724, die zum Vorjahr um 15 Mitglieder insgesamt abgenommen hat.
Stöckmann betonte, daß diese Tatsache des Mitgliederrückgangs sich auch auf Landesebene abzeichnet.
viermal wurden größere Alarmübungen durchgeführt und insgesamt 141 Lehrgänge konnten von Mitgliedern der Hanstedter Feuerwehren besucht werden. Bei den Anschaffungen der Dienst- und Schutzkleidung wurden 33.000 Euro ausgegeben. Eingenommen werden konnten dagegen 25.000 Euro durch kostenpflichtige Einsätze, das alte Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Quarrendorf sowie das alte Fahrzeug Egestorf konnten noch für insgesamt 7200 Euro verkauft werden.
Erfreulich war für den Gemeindebrandmeister Klaus Stöckmann die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges vom Typ TSF-W für die Ortsfeuerwehr Quarrendorf sowie die Neuanschaffung des LF 10/ 6 für die Freiwillige Feuerwehr Egestorf.
Klaus Stöckmann bedankte sich beim Samtgemeinderat und den Politikern, die trotz leerer Kassen es immer wieder möglich machen, die notwendigsten Anschaffungen zur Sicherheit der über 12.000 Einwohner der Samtgemeinde Hanstedt zu tätigen. Ein großer Dank galt auch dem Samtgemeindebürgermeister Volker Hintz für die gute Zusammenarbeit.
Aber auch die hervorragende Arbeit im Samtgemeindekommando mit seinen 40 Mitgliedern wurde von Stöckmann gelobt.
Foto: Brand eines Dentallabores in Drumbergen am 1.August 2007
Bericht: Arne Behrens, SG-PW Hanstedt
Bild: Arne Behrens, SG-PW Hanstedt