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Vogelgrippe in Europa

Nur keine Panik!


Informationen zur Geflügelpest / Vogelgrippe

Wichtig: Informationen für Geflügelhalter
Informationen des Gesundheitsamtes

Ende 2003 traten erstmals in mehreren Ländern Südostasiens bei Geflügel Ausbrüche von Geflügelpest in der für Geflügel hochansteckenden Form H5N1 auf. Die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen direkt durch diese Vogel-Influenzaviren infiziert werden, ist nach Meinung des Robert-Koch-Instituts sehr gering.

In der Folgezeit hat sich für diese Erkrankung der Vögel in der Umgangssprache der Begriff "Vogelgrippe" manifestiert. Aus Vereinfachungsgründen wird deshalb diese Wortwahl übernommen.
Seit dem Auftreten der Vogelgrippe im osteuropäischen Randbereich im August diesen Jahres existiert innerhalb der Stadtverwaltung eine Koordinierungsgruppe aus den Fachbereichen Ordnungsamt, Veterinäramt, Gesundheitsamt sowie Feuerwehr und Rettungsdienst, die einen Maßnahmenkatalog für den Fall des Auftretens der Vogelgrippe in Deutschland vorbereitet hat und ständig aktualisiert. Mögliche Präventionsregelungen für Bochum sind konkretisiert; die jederzeitige Aufnahme von Gegenmaßnahmen im Bedarfsfall ist sichergestellt. Unser Verwaltungshandeln erfolgt in ständiger Abstimmung mit der örtlichen Polizei und den zuständigen Ministerien.
Wenn Sie sich intensiver über die Hintergründe der Vogelgrippe informieren möchten, können wir Ihnen folgende Internetadressen empfehlen:

Verbraucherministerium
Friedrich-Löffler-Institut
Robert-Koch-Institut
Wir weisen aus aktuellem Anlass dringend auf die Einhaltung des Importverbotes von Geflügel und Geflügelprodukten aus den betroffenen Ländern hin und bitten das vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft am 14.10.2005 herausgegebene und hier direkt abrufbare Merkblatt zu beachten.

Merkblatt für Reisende

Des weiteren stellen wir hier eine Publikation des Friedrich-Löffler-
Instituts vom 23. August 2005 direkt als Pdf-Dokument zur Verfügung.

Informationen zur Geflügelpest

Im Fall einer konkreten Gefährdung werden Sie hier aktuelle Hinweise finden !!! Soweit es erforderlich ist, werden wir zusätzlich ein Bürgertelefon schalten und die Telefonverbindung in den Medien und an dieser Stelle veröffentlichen.

Qelle:
Feuerwehr Bochum




Vogelgrippe in Europa – Nur keine Panik!
Die Vogelgrippe hat Europa erreicht. Boulevardmedien skizzieren ein Horrorszenario wie in einem Science-Fiction-Film: In der hochzivilisierten westlichen Welt breitet sich eine tödliche Seuche aus und kostet Millionen Menschen das Leben. Trotz aller Besorgnis besteht kein Grund zur Panik, denn die Vogelgrippe ist keine Influenza!
Labortests haben das auch für Menschen gefährliche H5N1-Virus in den in Rumänien, der Türkei, Griechenland und Großbritannien verendeten Vögeln nachgewiesen. Die Behörden reagierten mit der umfangreichen Tötung von Geflügel in den betroffenen Regionen. So wurden in Rumänien bisher 12.000 Vögel getötet. An dem H5N1 Erreger starben in Asien 2003 60 Menschen
Vogelgrippe ist keine Influenza
Was bei der hysterisch anmutenden Medienberichterstattung außen vor bleibt, ist die Unterscheidung von Vogelgrippe und der Influenza. Der Vogelgrippe-Erreger H5N1 gilt als sehr aggressiv und in Asien starben bereits mehrere Menschen an der aviären Influenza, so der Fachausdruck für die Vogelgrippe, aber: Infizieren kann sich der Mensch mit dem H5N1-Erreger nur durch den Verzehr von erkranktem Geflügel.
Bloß keine Panik
Die Bundesregierung warnt vor Panikmache, und verweist auf das gut vorbereitete Krisenmanagemeint. Die Bundesländer haben auch mit den ersten Schutzmaßnahmen begonnen. So schloss Bayern alle Geflügelmärkte und Geflügel darf nicht mehr ohne weiteres eingeführt werden. Kritiker halten die bisher getroffenen Maßnahmen dennoch für unzureichend. So führten Kompetenzgerangel und Finanzierungsstreitigkeiten zwischen Bund und Ländern zu einer mangelnden Vorsorge.
Der zentrale Krisenstab für die Tierseuchenbekämpfung sieht das Hauptrisiko der Einschleppung der Seuche im illegalen Transport von Vögeln oder sonstigem Risikomaterial beispielsweise Lebensmitteln oder auch unbehandelten Federn aus von der Tierseuche betroffenen Ländern. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt warnte vor übertriebenen Ängsten. Sie sagte der “Neuen Presse”, dass die Gefahr gering sei, denn wer “in der Türkei oder Rumänien ist, soll Geflügelmärkte meiden, kein rohes Fleisch essen und Tiere vor allem nicht nach Deutschland einführen."
Hysterie führt zu Impfstoffknappheit
Die Hysterie fordert bereit den ersten Tribut: Der Grippe-Impfstoff „Tamiflu“ [Anmerk. SC: Bitte Kommentar beachten! Tamiflu ist ein Virostatikum, kein Impfstoff!] ist knapp. Bisher haben sich ungewöhnlich viele Menschen impfen lassen. Das Robert-Koch-Institut wies aber daraufhin, dass der Impfstoff wie auch andere antivirale Medikamente nichts gegen die Infektion mit aviärer Influenza ausrichten würden. Gefährlicher sei die normale Influenza für chronisch Kranke, die durch die Panikimpfungen nun nicht mehr rechtzeitig geimpft werden können.
Dennoch, wer sich gegen die normale Influenza impfen lässt, unterbindet damit die Möglichkeit, dass man sich mit beiden Erregern infiziert. Damit ist eine mögliche Verschmelzung eines menschlichen Grippevirus mit einem Vogelgrippe-Virus unterbunden. Sollte dies dennoch geschehen, so hat die Bundesregierung bereits Pademie-Pläne ausgearbeitet. Bei aller Aufregung darf nicht vergessen werden, dass es sich um eine Tierseuche handelt, deren Ausbreitung nach Europa laut WHO aber besorgniserregend sei.
Keine Impfung gegen Vogelgrippe möglich
Es gibt weder gegen den Vogelgrippe-Erreger einen Impfstoff, noch gegen einen möglichen für den Menschen gefährlicheren auf dem H5N1-Virus basierenden Erreger. Das Nicht-Vorhandensein eines Impfstoffs rührt daher, dass Grippe-Impfstoffe Totimpfstoffe sind, das heißt der Impfstoff besteht aus Influenza-Viren, welche die Krankheit nicht mehr auslösen können. Dazu muss der Erreger aber erst einmal aufgetreten sein.
Ein Horrorszenario
Sollte der Erreger des Vogelgrippe-Virus mutieren, schätzen Experten die Infektionsrate auf 30% der Bevölkerung. Die UNO rechnet im Falle einer Pandemie weltweit mit 150 Millionen Toten. Allein in Deutschland wird mit 600.000 Kranken und 160.000 Toten gerechnet. Die USA rechnen mit schlimmsten Fall 1,5 Millionen Toten und 8,5 Millionen erkrankten nur in Nordamerika.
Spanische Grippe
Die Gefahr einer Pandemie scheint wahrscheinlicher, nachdem US-Wissenschaftler den Erreger der spanischen Grippe rekonstruieren konnten. Dabei zeigte sich, dass der Erreger offenbar von dem Vogelgrippevirus abstammt und in mutierter Form die Fähigkeit hat den Menschen zu befallen.
Die spanische Grippe tötete Schätzungen zufolge zwischen 1918 und 1920 weltweit bis zu 50 Millionen Menschen. Das besondere an ihr war, dass sie gerade die 15- bis 35jährigen befiel, die bei einer normalen Influenza nicht zur Risikogruppe gehören.
Maßnahmen und Vorsorge
· Grundsätzlich gilt also Ruhe zu bewahren.
· Risikogruppen, wie Kinder, ältere Menschen und chronisch Kranke sollten sich gegen die normale Influenza impfen lassen.
· Personen, die in engem Kontakt zu kranken Tieren stehen, sind gesetzlich verpflichtet entsprechenden Schutzmaßnamen zu ergreifen. Als sinnvoll ausgewiesen werden geeignete Schutzkleidung, Schutzhandschuhe, Schutzbrille und insbesondere Mundschutz.
· Weiterhin ist es Reisenden verboten Geflügel oder andere Vögel, Geflügelfleisch, Eier und andere Produkte vom Geflügel sowie Federn oder unbehandelte Jagdtrophäen in die Europäische Union einzuführen!


Stefan Cimander, Feuerwehr Weblog
http://www.feuerwehr-weblog.de