Wespen, Bienen und andere scheinbare Übel
Anfragen mehren sich bei der Feuerwehr zur Beseitigung von Wespennestern
Wenn die Pflaumen an den Bäumen reifen, werden auch die Klagen über Wespen, Bienen und andere stechende Insekten wieder lauter. Schnell wird dann gefordert, die entsprechenden Nester zu entfernen und auch bei der Feuerwehr Hanstedt mehren sich in diesen Tagen die Anfragen dazu.
Viele dieser nützlichen Insekten umgeben immer noch Vorurteile und übertriebene Ängste, die aus alten Sagen des Volksmundes resultieren. Die immer wieder gehörte Meinung, dass 7 Stiche einer Hornisse ein Pferd töten u.ä. gehört dabei wie viele andere Weisheiten in das Reich der Fabel.
Was alle dieser Insekten, die man unter dem Überbegriff der Hymenopteren zusammenfasst gemeinsam haben ist, dass ihr Stich zwar schmerzhaft aber nicht gefährlich ist. Nur lediglich 2-3% der Bevölkerung leiden unter einer Insektenallergie, bei der eine heftige Reaktion auf die im Insektengift vorhandenen Eiweiße erfolgt, ein entsprechender Allergietest beim Arzt kann hierbei Klarheit verschaffen und entsprechende Vorsorgemaßnahmen können getroffen werden. Daher sind die entsprechenden Nester an den allermeisten Standorten völlig harmlos und ein ruhiges Vorgehen ohne übertriebene Ängste lassen diese nützlichen Tierchen zu friedlichen Nachbarn werden.
Die Feuerwehr rückt zu Wespennestern u.ä. übrigens nur dann aus, wenn eine konkrete Gefahr vorliegt. Eine Gefahr durch Hymenopteren ist
dann gegeben, wenn die Nutzer einer Einrichtung in ihrer Mobilität stark eingeschränkt sind und sich dadurch vor dem Insektenbefall
nicht ausreichend schützen können. Dies ist z.B. in Krankenhäusern, Kindergärten und Altenheimen gegeben.
Eindrücklich hinweisen möchten wir auf die Tatsache, dass Hummeln und Hornissen unter Artenschutz stehen. Für eine Beseitigung oder Umsetzung ist eine Befreiung von den artenschutzrechtlichen Verboten erforderlich. Die Umweltverbände oder die entsprechenden Behörden des Landkreises geben hier weitere Auskunft.
Weitere Informationen finden Sie hier:
NABU-Infopapier zu Wespen (PDF)